Haushaltsrede 2014

Sehr geehrte Lippstädterinnen und Lippstädter,
sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,

„Ich habe von Menschen gehört, wo Ihnen der Schuh drückt.“ sagte Karl Carstens nach einer Wanderung.Wo in Lippstadt der Schuh drückt erfahren wir Christdemokraten Lippstadt im ständigen Dialog mit den Menschen die hier leben. In diesem Sinn handeln wir.Zur Verabschiedung steht heute der letzte Haushalt der Wahlperiode 2009 bis 2014 an. Wir sind sozusagen an einem „Point of no return“ angelangt.

So heißt es Bilanz zu ziehen.

Die Ziele, die dieser Haushalts-Entwurf beinhaltet liegen vor uns.
Getragen werden Sie durch das freiwillige Haushalts-Sanierungs-Programm (HSP) welches der Rat auch für die kommenden Jahre beschlossen hat, und dass der Stadt Lippstadt die kommunale Selbstverwaltung über das Ende dieser Wahlperiode hinaus sichert.

Lassen Sie mich als Erstes einige Anmerkungen zu den Zinsgeschäften machen.

Wie, wann und mit welchem Ergebnis diese am Ende abgewickelt werden können steht noch in den Sternen. Wer die Verantwortung für diese Geschäfte übernimmt bleibt auch weiterhin offen.

Wir begrüßen, dass der Streit um die Höhe der Drohverlustrückstellungen für den Jahresabschluss 2010 zwischen Politik, der örtlichen Rechnungsprüfung und der Verwaltung beendet wurde. Die CDL hat stets darauf gedrängt, die Drohverlustrückstellungen in der jetzt beschlossenen Höhe zu bilden. Auch wenn der ein oder andere es aufgrund parteipolitischer Disziplin anders sehen musste, so war und ist für uns von größter Wichtigkeit, dass die Bürger unserer Stadt erfahren, was mit Ihren Steuergeldern geschehen ist und weiter geschehen wird. Die Generationengerechtigkeit darf auch in Lippstadt nicht in Schieflage geraten.
Wir Christdemokraten Lippstadt wollen transparente Entscheidungsprozesse in unserer Stadt und keine Politik hinter verschlossenen Türen. Deshalb muss die Anzahl der nicht-öffentlich tagenden Kommissionen, Arbeitskreise und Unterausschüsse radikal reduziert werden. Wofür haben wir sonst die ordentlichen Ausschüsse? Nur so wird wieder gewährleistet, dass unsere Bürger die politische Meinungsfindung nachvollziehen und sich daran beteiligen können. Da die Vertreter der örtlichen Medien in diesen nicht-öffentlichen Sitzungen ausgeschlossen sind kann auch keine umfassende Berichterstattung erfolgen. Somit bleibt der Bürger außen vor und die Meinungsbildung ist nicht möglich.

Die vergangenen Jahre waren von einer großen Bautätigkeit geprägt. Diese basierten größtenteils auf Planungen und Beschlüssen der vergangenen Jahrzehnte.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Projekte hervorheben, für die wir uns in der Vergangenheit stets besonders eingesetzt haben. Das sind zum einen die Unterführung Südertor und zum anderen die Fertigstellung des Konrad-Adenauer- Rings. Die Unterführung ist nun eröffnet. Und die Südtangente?

Wir können in dieser Stadt Gutachten über Gutachten bestellen und bezahlen, so lange der Konrad Adenauer Ring den Lückenschluss zur B55 nicht erhält sind diese alle überflüssig.
Wir Christdemokraten Lippstadt haben gezeigt, dass es mit Gesprächen auf Augenhöhe möglich ist, die starren Fronten zwischen Eigentümer und Verwaltung aufzubrechen. Denn es war unserer Initiative zu danken, dass das Uniongelände während der Bauphase der Rixbecker Straße für die Durchfahrt geöffnet wurde.

Es ist genug geredet worden – es muss gehandelt werden.

In diesem Zusammenhang weisen wir auch auf das Gelände am Güterbahnhof hin. Wir freuen uns, dass die Vorschläge der CDL bei vielen auf fruchtbare und positive Resonanz gestoßen sind. Wir haben dafür gesorgt, dass alle bislang vorgelegten Pläne ad acta gelegt wurden und wir fordern weiterhin, das Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Parken die zukünftigen Nutzungen dieses stadtnahen Sanierungsgebietes beinhalten.

Dazu gehört auch, dass wir frei von Scheuklappen eine alternative Trassenführung der verlängerten Bahnhofstrasse prüfen. In diesem Zusammenhang möchten wir auch nicht unerwähnt lassen, dass wir durchaus offen sind für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes in diesem Bereich.

All denen, die den Neubau eines Verwaltungsgebäudes in Lippstadt ablehnen sei gesagt, dass die Unterhaltungskosten für den Bau am Ostwall und die diversen Nebenstellen schon lange ein Vielfaches verschlingen. Wir wünschen, dass diese Diskussion endlich durch handeln beendet wird. Über einen Neubau diskutieren wir schon 25 Jahre.
Im Bereich der Schulpolitik unterstützen wir selbstverständlich die erforderlichen Bau- und Sanierungsprojekte, warnen aber gleichzeitig davor, über den Zweck hinaus zu bauen. Das bedeutet striktes Kostenmanagement und gleichzeitig laufende Transparenz gegenüber den politisch Verantwortlichen unserer Stadt.

Wir unterstützen weiterhin die Bemühungen das Kultur,- Sport und Bildungsangebot in Lippstadt sehr vielfältig zu halten. Hier müssen die zugesagten Zuschüsse auch weiterhin fließen, wie z. B. für das Gymnasium Schloss Overhagen.

Den ehrenamtlich Tätigen in unsere Stadt versichern wir Christdemokraten Lippstadt unsere Wertschätzung und Unterstützung.

Die CDL hat sich bei den Planungen für das Lippstädter Kombibad – heute CabrioLi – von vornherein für den Bau der 6. Bahn ausgesprochen. Diese Einsicht hat bei einigen hier im Rat länger gedauert, aber jetzt ist sie da. Aber und das muss an dieser Stelle an deren Adresse auch einmal gesagt werden – Wer ein Erkenntnisproblem hat – hat folgend auch ein Umsetzungsproblem.

Den Bau des Kombibades als Kommunalpolitiker zu begleiten war ein Highlight der vergangenen Wahlperiode. Das zeigt, dass auch mit einem guten Management sich eine Stadt im Kostenrahmen bewegen kann. Hierzu sei mir nur der Hinweis auf das Stadttheater gestattet.

In Kürze soll das Mobilitätskonzept vorgestellt werden. Viele einzelne Bausteine daraus hätten nach unserer Meinung schon längst umgesetzt werden können. Wir haben den Eindruck dass man sich anstatt zu entscheiden lieber hinter der Erstellung von Konzepten versteckt. Dies kann zum Nachteil für unsere Stadt werden.

Das Gleiche gilt auch für die Frage der Ortsvorsteher für die Kernstadt. Nach wie vor werben wir dafür und sind zuversichtlich, dass diese in den nächsten Jahren bestimmt werden können.

Teilweise mit Unverständnis haben wir Christdemokraten Lippstadt die im Stadtrat losgetretene Diskussion über die Unterbringung von Asylsuchenden verfolgt. Der Kollege hätte seine Inkompetenz auf diesem Gebiet besser durch schweigen vermuten lassen als Sie durch reden zu beweisen.

Für uns steht die dezentrale Unterbringung an erster Stelle. Gerade hier ist die Stadt Lippstadt mit der Tochter GWL gefragt. Diese muss sich Ihrer originären Aufgabe wieder erinnern und sozialen Wohnraum schaffen.
Zur Organisationsstruktur der Verwaltung möchten wir folgenden Vorschlag unterbreiten. Wir halten es für erforderlich, die Strukturen im Bereich Gebäudewirtschaft und Liegenschaften zu untersuchen.

Ziel ist die Überprüfung der Abläufe und das Aufzeigen von Effekten zur Kostenminimierung. Aufgrund der Struktur und der Entwicklungen ist hier eine moderne Organisation zu Schaffen. In der Wirtschaft werden solche Aufgaben im Rahmen des Facility Managements gebündelt. Das sollte hier auch eingesetzt werden. Wenn eine solche Untersuchung nur durch ein externes Büro möglich ist sollten die Kosten ermittelt und dann beschlossen werden. Wir sind sicher, dass sich dies durch die Optimierung schnell amortisieren wird.

Die Christdemokraten Lippstadt – CDL – stimmen dem Haushaltsentwurf so zu.

Ich komme jetzt zu den aktuellen Anträgen:

Mit Blick auf die Maßnahmen des Haushaltssanierungsprogramms stellen wir fest, dass deren Einhaltung zwingend erforderlich ist, um in Zukunft endlich wieder die volle Handlungsfähigkeit zurück erlangen zu können. Daher müssen auch alle Mehrausgaben vor diesem Hintergrund überprüft werden.

Dorfentwicklung Dedinghausen – Gutachten

Wir begrüßen die Dorfentwicklung in Dedinghausen. Hier ist etwas mit großem ehrenamtlichem Engagement entstanden und es entsteht noch mehr. Allerdings ergeben sich im vorliegenden Antrag viele Fragen. Das Angebot sollte von der Verwaltung geprüft, die Rahmenbedingungen konkretisiert und ggfs. andere Büros angefragt werden. Dann könnten wir, unter der Voraussetzung, dass Erkenntnisse auch für andere Ortsteile nutzbar sind, einem solchen Gutachten zustimmen. Vor dem Hintergrund möchten wir diesen Antrag mit einem Sperrvermerk versehen, der nur durch den Rat aufgehoben werden kann.

Zuschuss an die Touristik und Marketing Bad Waldliesborn GmbH.

Mit einem einmaligen Zuschuss in dieser Höhe sehen wir keinen Effekt. Hier hätte schon lange ein tragfähiges Konzept für die Zukunft erstellt werden müssen. Da wir im HSP viele harte dauerhafte Entscheidungen getroffen haben können wir hier nicht zusätzlich mit dem Füllhorn hantieren.

Daher lehnen wir diesen Zuschuss ab.

Auch eine diskutierte Fremdenverkehrsabgabe lehnen wir ab. Ist diese auf Dauer tragfähig? Dies könnte der Dolchstoß für die Pensionsbetreibe werden.
Lippstädter Werbegemeinschaft

Eine moderne Einkaufsstadt, das Mittelzentrum in der Region, muss sich nach außen auch entsprechend darstellen. Der Antrag der Werbegemeinschaft wird daher von uns mitgetragen. Der beantragte Zuschuss in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten, max. 50.000 €, sollte so im Haushalt eingestellt werden.

Die alte Weihnachtsbeleuchtung sollte überprüft und ggfs. für andere Teile der Stadt eingesetzt werden.

Gerade die Innenstadt befindet sich im Umbruch. Wichtig ist für Lippstadt der historische Stadtkern. Oftmals wohnen die Immobilienbesitzer nicht mehr hier und trotzdem versuchen Sie Ihre Immobilien stadtbildprägend zu erhalten.

Darum beantragen wir den Fassadenpreis in einer Höhe bis zu 5.000 € wieder auszuloben.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Christdemokraten Lippstadt (CDL) die Überreglementierung durch die Gestaltungs- und auch die Werbesatzung ablehnen. Beide Instrumentarien sind sicherlich im Kern lobenswert aber in der Anwendung schießen die Verantwortlichen leider über das Ziel hinaus.

Wir wünschen weniger, statt mehr Bevormundung.
Eine ganz klare Aussage sollte der Rat zum Thema Dreifachsporthalle treffen.

Wir Christdemokraten Lippstadt sind für die Erstellung der Halle. Hier müssen wir nicht lange reden, Kommissionen gründen, usw. wir müssen handeln. Es sollte der Startschuss fallen für die Prüfung möglicher Standorte und die Ermittlung der zu erwartenden Kosten.

Bevor ich mich für die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern der Verwaltung und er städtischen Gesellschaften bedanke, möchte ich Ihnen verehrte Kolleginnen und Kollegen mitteilen, dass wir mit viel Freude und Zufriedenheit auf unsere Arbeit in diesen 5 Jahren zurückblicken. Es hat Spaß gemacht, uns direkt und ohne Zensur für unsere Stadt einzusetzen – und wir bedanken uns bei all denjenigen Kolleginnen und Kollegen, die uns frei von parteipolitischen Vorurteilen unterstützt haben.

Wir sind dankbar dafür, dass wir uns die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdient haben.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Axel Bohnhorst

Christdemokraten Lippstadt – CDL – Fraktionsvorsitzender

Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan – LEP NRW

Die uns vorliegenden Unterlagen zum LEP lassen für uns Christdemokraten Lippstadt nur ein Ergebnis erkennen, hierbei handelt es sich eher um einen Landes-Stillstands-Plan als um einen Landesentwicklungsplan.

Ziel des Landesentwurfes ist es, die kommunale Selbstverwaltung und damit verbunden, das Recht auf kommunale Planungshoheit durch mehr Steuerung und planerische Vorgaben auszuhöhlen, kurzum auch durch mehr Bürokratismus.

Sollte dieser Entwurf im Landtag eine Mehrheit finden, so steht dafür nur ein Wort, und das heißt Planwirtschaft. Mit wohlklingenden Worten wie „Freiraum schaffen“ wird in Wahrheit der Eingriff ins Privateigentum umschrieben. Auf der anderen Seite geht man auf wichtige Anliegen und Sorgen der Bürger wie
z.B. das Fracking nicht ein.

Wir empfehlen der Landespolitik darüber  nachzudenken, die Regionalplanung zu kommunalisieren!

Eine nachhaltige Stadt-/Umlandplanung, wie sie Verwaltung und Rat der Stadt  Lippstadt seit Jahren praktizieren benötigt nicht die Vormundschaft von ideologisch geprägter Stadtentwicklungspolitik. In jeder Aufstellung eines B-Plans lesen wir Begriffe wie, demographischer Wandel, Standortsicherung und sparsamer Verbrauch von Flächen.

Wir planen dementsprechend!

Darum halten wir  Kooperation und Freiwilligkeit für effektivere Eigenschaften um Nachhaltigkeit in der Raumentwicklung zu erzielen.

Wir unterstützen darum die Stellungnahme der Stadt Lippstadt damit wir nicht im wahrsten Sinne des Wortes unsere BODENHAFTUNG verlieren.

Ja, wir machen weiter!

Lippstadt – Sie werden antreten. Das steht jetzt fest. Nachdem zuletzt noch gerätselt wurde, ob die Christdemokraten Lippstadt (CDL) bei den Kommunalwahlen im Mai 2014 tatsächlich kandidieren wollen und damit eine Fortsetzung ihrer politischen Arbeit in und für Lippstadt anstreben, da haben sie nun gegenüber unserer Zeitung genau das bestätigt. „Ja, wir wollen weitermachen“, so erklärten die vier CDL-Ratsvertreter Axel Bohnhorst, Eberhard Ballhorn, Christian Prahl und Günther Ostkamp in aller Klarheit. Und fügten hinzu: Resonanz und Zuspruch seien groß gewesen. Das habe ihnen Mut gemacht. Und Zuversicht gegeben für eine erfolgreiche CDL-Zukunft.

„Wir haben schon einiges bewegt in Lippstadt“, formuliert es Axel Bohnhorst; und so wolle man gerne versuchen, durch sach- und fachbezogene Arbeit auch künftig der Stadt einen Stempel aufzudrücken.

Doch das ist die (mögliche) Zukunft. Die Gegenwart ist geprägt von viel vorbereitender Arbeit. Weil man ja keine Partei ist, wurde ein Verein gegründet (wie es die BG in Lippstadt auch ist). Dieser Verein nennt sich „Christdemokraten Lippstadt e.V.“

Um nun bei der Wahl am 25. Mai 2014 auch tatsächlich antreten zu können, gilt es außerdem, ein Programm bei der Stadt einzureichen und zudem – ganz wichtig natürlich – die personellen Voraussetzungen zu schaffen. Will heißen: Kandidaten zu suchen und zu finden. Und das für alle 25 Wahlbezirke im Stadtgebiet. Darüber hinaus müssen noch je fünf so genannte Unterstützer für die Bezirke benannt werden und nochmal 1/1000 der Wahlberechtigten (= 55). Nicht zu vergessen: Auch eine Reserveliste braucht man ja noch.

Also viele Zahlen, viele Namen, viel Fleißarbeit. Doch die CDLer sind optimistisch. „Das kriegen wir hin“, ist Günther Ostkamp überzeugt und spricht von „interessanten Namen“, die da schon im Spiel seien. Konkreter will er dabei allerdings nicht werden.

So oder so: Werbung in eigener Sache zu betreiben, das dürfte für die Christdemokraten Lippstadt jetzt so eine Art Gebot der Stunde sein. Man sei dankbar für jeden Unterstützer oder jeden möglichen Kandidaten, so betont Axel Bohnhorst. Die müssten auch kein Vereinsmitglied werden oder gar abgesprochene Standpunkte vertreten. Jeder könne sich frei äußern. So etwas wie Fraktionszwang gebe es nicht bei der CDL. Deshalb seien auch kritische Geister sehr willkommen. Und im Übrigen – so merkt Christian Prahl noch an – müsse man auch nicht erst zehn Jahre Plakate kleben, bevor man wirklich mitreden dürfe in der CDL.

Dass sie in den Stadtteilen noch nicht so verwurzelt sind, räumen sie ein. Doch auch da zeigen sie Optimismus. Man habe bereits gute Verbindungen geschaffen.

Eberhard Ballhorn verweist auf die Wichtigkeit, möglichst breit aufgestellt zu sein und die Bevölkerung querbeet zu repräsentieren. Mit jungen Leuten, auch Senioren, mit Frauen, Neubürgern, Ausländern usw. Und auch die berufliche Vielfalt sei ihnen ein wichtiges Anliegen, ergänzt Günther Ostkamp, denn sachpolitische Arbeit, das sei die Leitlinie, an der die CDL sich auch künftig orientieren wolle.

Entsprechend wichtig ist den Ex-CDU-Ratsherren, die sich 2009 von der Union trennten und eine eigene Ratsfraktion bildeten (siehe Infokasten), eine gebündelte Sachkompetenz. „Wir wollen Fachleute in den Ausschüssen und Gremien haben“, stellt Axel Bohnhorst klar. Und er nennt die Wirtschaft und den Handel als Beispiele. Die seien im Rat ja praktisch gar nicht mehr vertreten.

Mindestens vier Sitze im neuen Stadtparlament erhoffen sich die „Christdemokraten Lippstadt“. Denn dann sei man in allen Gremien vertreten und habe Einflussmöglichkeiten auf breiter Ebene.

Und die wollen sie nutzen: konsequent, konstruktiv und effektiv, wie sie sagen. Das Zauberwort dabei heißt „Sachpolitik“. Und das Motto: Keine Scheuklappen, keine Denkverbote, kein Fraktionszwang und kein Parteienklüngel. Ihr Antrieb dabei, so beschreibt Günther Ostkamp es, seien nicht politische Karrieren und schon gar nicht Geld. Für sie stehe der Spaß im Vordergrund. Der Spaß und die Freude, kommunal mitzuarbeiten.

Quelle: Der Patriot

Kostenlos parken im Advent

LIPPSTADT–  Vorweihnachtliche Bescherung auf den Parkplätzen in Lippstadt: An allen vier Adventssamstagen (30. November, 7., 14. und 21. November) können Besucher der Lippstädter Innenstadt ab 13 Uhr kostenlos parken. Die Aktion gilt auf allen Parkplätzen mit Parkscheinregelung. Statt des kostenpflichtigen Parkscheins müssen Parkplatznutzer dann lediglich die Parkscheibe gut sichtbar auslegen, denn die Höchstparkdauer darf auch bei kostenfreiem Parken nicht überschritten werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Auslöser für diese vorweihnachtliche Bescherung war eine Anfrage des Ratsherrn Christian Prahl in der Ratssitzung am Montagabend. Er wollte vom Bürgermeister wissen ob denn an den Adventssamstag nachmittags wieder kostenlos geparkt werden könne in der City. Christof Sommer sagte spontan zu: „So wie in den Vorjahren, ab 13 Uhr.“ Anschließend sorgte diese Zusage des Bürgermeisters jedoch für hektische Betriebsamkeit im Stadthaus, denn eigentlich war das kostenlose Parken am Samstagnachmittag vom Rat im Jahr 2010 mit dem Haushalts-Sicherungs-Programm (HSP) auf Eis gelegt worden.

Jetzt wird es zumindest an den Adventssamstagen wieder eingeführt. „Die Satzung muss dann nachträglich angepasst werden“, erläuterte Ordnungsamts-Chef Friedrich Müller auf Anfrage unserer Zeitung.  – wp

Quelle: Der Patriot – 29.11.2013

Grundsätzliche Stellungnahme des Fachbereichs zur Thematik von Hinterland-Bebauung und Verdichtung vorhandener Baulücken.

Stadt Lippstadt
21. November 2013

Herrn Horstmann
Herrn Dr. Neuhoff, Vorsitzender StEA

 

Sehr geehrter Herr Horstmann, sehr geehrter Herr Dr. Neuhoff,

im Namen der CDL Fraktion bitten wir Sie, folgenden Tagesordnungspunkt zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 5.12.2013 zu behandeln.

Grundsätzliche Stellungnahme des Fachbereichs zur Thematik von Hinterland-Bebauung und Verdichtung vorhandener Baulücken.

Begründung

Unabhängig von Einzelfällen wünscht sich die CDL-Fraktion eine umfassende Erläuterung der Verwaltung unter den Aspekten
1.  Sparsamer Ressourcenverbrauch von Flächen.
2.  Ausnutzung vorhandener Infrastruktur auch unter dem Gesichtspunkt demographischer Wandel
3.  Konfliktpotentiale bei Ausweisungen nach Paragraph 34 / 35 Baugesetzbuch
4.  Landesplanerische Vorgaben unter Berücksichtigung der Flächenbilanzierung
durch übergeordnete Behörden.
5.  baurechtliche Rahmenbedingungen zur Vitalisierung von Flächen

In den vergangenen Jahren treten vermehrt bauwillige Bürger an die Kommunalpolitiker heran, um für ihr eigenes Hinterland-Baulückengrundstück eine Baugenehmigung zu erreichen. Für die Politik ist es jedoch nicht einfach  zu vermitteln,  dass es oft eines längeren Prozesses bedarf, um diese besonderen Flächen einer Bebauung zuzuführen.  Gerade darum halten wir es für wichtig, auch der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, wie und warum im Grundsatz Abwägungsprozesse im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zustande kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Bohnhorst

Fraktion Christdemokraten Lippstadt (CDL)